Feuerwehr im Wandel: Delegiertenversammlung in Bedburg mit Ehrungen, Ernennungen und Zukunftsperspektiven
Am 24.04.2026 fand die 50. Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Rhein-Erft e. V. in der Martinushalle in Bedburg statt.
Kreisbrandmeister Thomas Weiler eröffnete die Veranstaltung und begrüßte neben den Feuerwehrangehörigen zahlreiche Ehrengäste – unter anderem aus Politik und Verwaltung. Unter ihnen waren auch Landrat Frank Rock und Dezernent Martin Gawrisch. Ebenfalls vertreten waren Hilfsorganisationen, THW, Bundeswehr, Werkfeuerwehren sowie benachbarte Feuerwehren. Auch der Vorsitzende des Verbandes der Feuerwehren Nordrhein-Westfalen Christoph Schöneborn und Ministerialrat Bernd Geßmann waren der Einladung gefolgt.
Nach den Grußworten blickte der Vorsitzende Peter Fenkl auf die 50-jährige Geschichte des Verbandes zurück und ordnete diese in die rund 120-jährige Entwicklung der Feuerwehrstrukturen im Kreis ein. Dabei wurde deutlich, dass sich die Feuerwehren kontinuierlich weiterentwickeln und an neue Anforderungen anpassen.
Diese Entwicklung zeigt sich auch personell: Michael Ritter hat im vergangenen Jahr die Geschäftsführung übernommen, die erste Kassenprüfung verlief ohne Beanstandungen. An der Kreisfeuerwehrschule gab es ebenfalls einen Wechsel – nach dem Ausscheiden von Sebastian Doll hat Fabian Ufer zum 01.01.2026 die Leitung übernommen und wurde im Rahmen der Versammlung offiziell ernannt.
Zudem wurde ein Ausblick auf die bevorstehenden Änderungen in der Grundausbildung der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen gegeben. Ein entsprechender Erlass wird in Kürze erwartet.
Der stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwart Ronald Fürschke berichtete über die Arbeit der Jugendfeuerwehren im vergangenen Jahr und hob deren wichtige Rolle für die Nachwuchsgewinnung hervor.
Ein besonderer Programmpunkt war die Vorstellung eines neuen Fahrzeugdesigns für den Bevölkerungsschutz im Rhein-Erft-Kreis. Dieses entstand im Rahmen eines Schülerwettbewerbs an den Berufskollegs des Kreises. Der Siegerentwurf stammt von zwei Schülern des Adolph-Kolping-Berufskollegs.
Im weiteren Verlauf standen Ehrungen sowie Ernennungen und Verabschiedungen im Mittelpunkt:
Rochus Ellmann wurde für sein langjähriges Engagement in der psychosozialen Unterstützung mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenzeichen in Bronze ausgezeichnet.
Heinz-Peter Brandenberg erhielt die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes für seine Verdienste auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene. Auch Udo Breuer (Johanniter-Unfallhilfe) erhielt für die gute Zusammenarbeit im Bevölkerungsschutz die Ehrennadel des Verbandes.
Eine Ernennung zum Kreisausbilder erhielten Christian Bajt, Erol Bas, Kevin Flaum, Mike Gräf, Christopher Lau, Jasmin Nellessen, Christian Paul, Riccardo Ruina und Maximilian Weinem. Ihre Tätigkeit verlängert haben Roland Beusch und Thorsten Frey. Thomas Krämer hat nach über 20 Jahren seine Tätigkeit als Kreisausbilder beendet.
Im Unterstützungsteam konnten Ann-Kathrien Gräwe, Patric Heinrichs und Markus Mayer begrüßt werden. Reinhard Rütz und Jens Willkomm schieden aus dem Unterstützungsteam aus.
Eine besondere Würdigung erhielten zudem Gruppen aus dem Leistungsnachweis 2025 in Brühl. Die Gruppe Kaster/Königshoven als jüngste Mannschaft (Ø 22 Jahre), die Gruppe Berzdorf I als älteste Mannschaft (Ø 57,4 Jahre) sowie die Gruppe Stommeln mit den meisten weiblichen Teilnehmerinnen.
Abschließend stellte Dr. Joachim Kloock Neuerungen beim Leistungsnachweis vor und Andreas Nußbaum berichtete über Veröffentlichungen zur Geschichte der früheren Feuerwehrverbände im Kreisgebiet.
Zum Abschluss bedankte sich Peter Fenkl bei allen Beteiligten – insbesondere bei der Feuerwehr Bedburg für die Organisation – und lud zum Austausch in kameradschaftlicher Runde ein.





